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Black Forest Labs: Deutschlands KI-Bildschmiede

Black Forest Labs aus Freiburg entwickelt die FLUX-Modelle für Bild und Video. Was hinter dem deutschen KI-Vorzeigeunternehmen steckt.

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Black Forest Labs ist ein deutsches KI-Unternehmen mit Sitz in Freiburg im Breisgau, das mit der FLUX-Modellfamilie zu den weltweit führenden Entwicklern generativer Bild- und Videomodelle zählt. Gegründet wurde es 2024 von Robin Rombach, Andreas Blattmann und Patrick Esser — jenen Forschern, die zuvor die Latent-Diffusion-Architektur und damit Stable Diffusion entwickelt haben.

Vom Forschungsteam zum Milliardenunternehmen

Die Geschichte ist für den deutschen KI-Standort ungewöhnlich: Statt in die USA abzuwandern, gründete das Team um CEO Robin Rombach in Freiburg — und baute dort in zwei Jahren eines der wertvollsten KI-Unternehmen Europas auf. Ende 2025 schloss Black Forest Labs eine Series-B-Finanzierung über 300 Millionen US-Dollar ab, bei einer Bewertung von rund 3,25 Milliarden US-Dollar. Zu den Investoren zählen a16z, Nvidia und Salesforce Ventures.

Bemerkenswerter als die Bewertung sind die Kunden: Adobe integriert FLUX-Modelle in Photoshop, Canva und Deutsche Telekom setzen sie in ihren Produkten ein, und Meta schloss 2025 einen mehrjährigen Vertrag über rund 140 Millionen US-Dollar für die Nutzung der Bildtechnologie. Ein rund 100-köpfiges Team aus dem Schwarzwald beliefert damit die größten Software-Konzerne der Welt — ein echter deutscher KI-Leuchtturm.

Die Modellfamilie: FLUX.1 bis FLUX 3

GenerationErschienenKönnenStatus
FLUX.12024Bildgenerierungteils offene Gewichte
FLUX.22025Bilder, bessere Textdarstellung, Klein-Varianten für Consumer-GPUsoffene und proprietäre Varianten
FLUX 3Juli 2026multimodal: Bilder, Videos bis 20 Sekunden mit Ton, Robotik-SteuerungEarly Access

Mit FLUX 3 vollzog das Unternehmen im Juli 2026 den Schritt vom Bildspezialisten zum multimodalen Anbieter: Das Modell erzeugt aus einem Prompt Bilder oder Videoclips bis 20 Sekunden mit synchronem Ton — und treibt mit FLUX-mimic ein Robotik-Modell an, das Audi bereits testet. Offene und schnellere Varianten von FLUX 3 sind laut Anbieter für später in 2026 angekündigt. Für die Praxis der KI-Videoproduktion ist das relevant, weil damit erstmals ein europäisches Videomodell in Reichweite der US-Konkurrenz rückt.

Preise und Lizenzen

Black Forest Labs fährt eine gestufte Lizenzstrategie. Die API rechnet pro generiertem Bild ab: Stand Mitte 2026 von rund 0,014 US-Dollar (Klein 4B) bis 0,07 US-Dollar (FLUX.2 Max), skalierend mit der Ausgabegröße. Die schnell- und Klein-Varianten stehen unter Apache-2.0-Lizenz und sind frei kommerziell nutzbar; die dev-Varianten sind offen, aber nur für nicht-kommerzielle Zwecke — für den kommerziellen Selbstbetrieb bietet das Unternehmen eine separate Lizenz an. Die stärksten Pro-, Flex- und Max-Modelle gibt es ausschließlich per API. Wie sich solche Lizenzmodelle im Unternehmenseinsatz vergleichen, zeigt der KI-Lizenzen-Vergleich.

Datenschutz und Souveränität

Für deutsche Unternehmen ist Black Forest Labs in doppelter Hinsicht interessant. Erstens sitzt der Vertragspartner in Freiburg statt in San Francisco — das vereinfacht Auftragsverarbeitung und Rechtsdurchsetzung. Zweitens lassen sich die offenen Modellvarianten vollständig auf eigener Hardware betreiben: Prompts, Referenzbilder und Ergebnisse verlassen dann das Unternehmen nicht, was die Kernanforderung DSGVO-konformer KI strukturell erfüllt. Wer stattdessen die API nutzt, steht vor denselben AVV-Fragen wie bei jedem Cloud-Dienst — aber mit einem europäischen Gegenüber. Für Unternehmen, die digitale Souveränität ernst nehmen, ist diese Kombination unter den Bildmodell-Anbietern derzeit einzigartig.

Einordnung für den Mittelstand

Black Forest Labs verkauft kein Endanwender-Tool mit Oberfläche, sondern Modelle und APIs. Wer nur gelegentlich Bilder braucht, nutzt FLUX indirekt — über Adobe-Produkte, Canva oder Plattformen, die die Modelle integrieren. Interessant wird der direkte Einsatz, wenn Bildgenerierung in eigene Prozesse eingebaut werden soll: automatisierte Produktvisualisierungen, Marketingmaterial in Serie oder Bildpipelines im Selbstbetrieb. Welche Werkzeuge sich dafür im Unternehmenskontext eignen, ordnet der Überblick KI-Tools für Unternehmen ein.

Häufige Fragen

Was ist Black Forest Labs?

Ein deutsches KI-Unternehmen aus Freiburg im Breisgau, das die FLUX-Modellfamilie für Bild-, Video- und Audiogenerierung entwickelt. Gegründet 2024 von Robin Rombach, Andreas Blattmann und Patrick Esser — den Forschern hinter Stable Diffusion.

Was kostet Black Forest Labs?

Die FLUX-API rechnet pro Bild ab: Stand Mitte 2026 zwischen rund 0,014 US-Dollar für die kleinen Klein-Modelle und 0,07 US-Dollar für FLUX.2 Max. Einzelne offene Varianten unter Apache-2.0-Lizenz sind kostenlos kommerziell nutzbar; für den kommerziellen Selbstbetrieb der dev-Varianten bietet das Unternehmen eine eigene Lizenz an.

Ist Black Forest Labs DSGVO-konform?

Als deutsches Unternehmen mit Sitz in Freiburg ist Black Forest Labs ein europäischer Vertragspartner — ein struktureller Vorteil gegenüber US-Anbietern. Die offenen FLUX-Varianten lassen sich zudem komplett auf eigener Hardware betreiben, sodass keine Daten das Haus verlassen. Bei API-Nutzung gelten die üblichen Auftragsverarbeitungs-Anforderungen.

Black Forest Labs vs. Midjourney — was ist der Unterschied?

Midjourney ist ein geschlossener US-Abo-Dienst ohne API und ohne Selbstbetrieb. Black Forest Labs bietet offene Modellgewichte, eine entwicklerfreundliche API und einen europäischen Vertragspartner. Für Unternehmen mit Datenschutz- oder Integrationsanforderungen ist das der entscheidende Unterschied.

Für wen eignet sich Black Forest Labs?

Für Unternehmen, die Bild- oder Videogenerierung in eigene Prozesse integrieren wollen — per API oder im Selbstbetrieb. Besonders interessant für Mittelständler, die Wert auf einen europäischen Anbieter und offene Lizenzen legen, statt sich an einen US-Cloud-Dienst zu binden.