FLUX ist eine Familie von KI-Bildmodellen des deutschen Unternehmens Black Forest Labs mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Die Modelle erzeugen und bearbeiten Bilder aus Textbeschreibungen und gelten seit ihrem Erscheinen 2024 als eine der leistungsfähigsten offenen Alternativen zu US-Cloud-Diensten. Gegründet wurde Black Forest Labs 2024 von Robin Rombach, Andreas Blattmann und Patrick Esser — jenen Forschern, die zuvor an der LMU München und bei Stability AI Stable Diffusion mitentwickelt haben.
Modellvarianten und Lizenzen
Black Forest Labs fährt eine gestufte Strategie aus offenen und geschlossenen Modellen:
| Variante | Lizenz | Bezug |
|---|---|---|
| [pro] / Max | proprietär | nur per API |
| [dev] | offen, nicht-kommerziell | Download (open weights) |
| [schnell] / klein (4B) | Apache 2.0 | Download, frei kommerziell |
Die Apache-2.0-Varianten dürfen ohne Lizenzgebühren kommerziell eingesetzt und selbst betrieben werden. 2026 kamen die FLUX.2-klein-Modelle für schnelle Generierung auf Consumer-Hardware hinzu; im Juli 2026 kündigte das Unternehmen mit FLUX 3 zudem ein multimodales Modell an, das neben Bildern auch kurze Videos mit Ton erzeugt — zunächst in begrenztem Zugang.
Ein deutscher Anbieter mit Gewicht
FLUX ist der seltene Fall eines KI-Basismodells auf Weltklasse-Niveau aus Deutschland. Das Unternehmen startete mit 31 Millionen US-Dollar Anfangsfinanzierung und meldete später eine Series-B-Runde über 300 Millionen US-Dollar; zu den Partnern zählen laut Anbieter unter anderem Mistral AI, Nvidia und Adobe, das FLUX-Modelle in Photoshop integriert hat. Für Unternehmen mit Anforderungen an digitale Souveränität ist das mehr als Standortfolklore: Ein europäischer Vertragspartner und offen verfügbare Modellgewichte verkürzen viele Datenschutz- und Abhängigkeitsdiskussionen erheblich.
Selbstbetrieb und Datenschutz
Die offenen FLUX-Varianten lassen sich wie Stable Diffusion auf eigener Hardware betreiben — die kleine FLUX.2-Variante laut Anbieter bereits auf einer Consumer-GPU. Prompts, Referenzbilder und Ergebnisse bleiben dann vollständig im Haus, was die Anforderungen DSGVO-konformer KI strukturell erfüllt. Wer die höchste Qualität der [pro]-Modelle braucht, nutzt dagegen die API von Black Forest Labs oder Drittplattformen und steht damit vor denselben Auftragsverarbeitungs-Fragen wie bei jedem anderen Cloud-Dienst.
Abgrenzung zu Midjourney und Stable Diffusion
Gegenüber Midjourney ist FLUX das offenere System: Selbstbetrieb, API-Zugang und freie Lizenzen für einzelne Varianten stehen einem geschlossenen Abo-Dienst gegenüber. Gegenüber dem älteren Stable Diffusion positioniert sich FLUX als technischer Nachfolger aus derselben Forschergruppe — mit besserer Prompt-Treue und Textdarstellung, aber teils restriktiveren Lizenzen bei den [dev]-Varianten. Wer die Umsatzgrenzen der neueren Stable-Diffusion-Lizenzen vermeiden will, findet in den Apache-2.0-Varianten von FLUX eine sauber lizenzierte Alternative.
Grenzen und Kennzeichnungspflicht
Auch für FLUX gilt: Seit dem 2. August 2026 müssen KI-generierte Bilder nach Art. 50 der KI-Verordnung maschinenlesbar gekennzeichnet sein — beim Selbstbetrieb muss das Unternehmen diese Kennzeichnung eigenständig in die Pipeline einbauen. Dazu kommt der übliche Aufwand des Selbstbetriebs: GPU-Hardware, Modellpflege und Einarbeitung. Welche Bildwerkzeuge für Ihren Anwendungsfall sinnvoll sind, zeigt der Überblick KI-Tools für Unternehmen.
Häufige Fragen
Was ist FLUX?
Eine Familie von KI-Bildmodellen des deutschen Unternehmens Black Forest Labs aus Freiburg im Breisgau. Die Modelle erzeugen und bearbeiten Bilder aus Textbeschreibungen und sind je nach Variante als offene Gewichte oder als API-Dienst verfügbar.
Wer steckt hinter FLUX?
Black Forest Labs wurde 2024 von Robin Rombach, Andreas Blattmann und Patrick Esser gegründet — ehemalige Stability-AI-Forscher, die zuvor an der LMU München Stable Diffusion mitentwickelt haben.
Ist FLUX kostenlos?
Teilweise. Einzelne Varianten wie FLUX.1 [schnell] und die kleine FLUX.2-klein-Variante stehen unter Apache-2.0-Lizenz und sind frei kommerziell nutzbar. Die [dev]-Varianten sind nur für nicht-kommerzielle Zwecke offen, die leistungsstärksten [pro]-Modelle gibt es ausschließlich als bezahlten API-Dienst.
Kann man FLUX selbst betreiben?
Ja, die offenen Varianten lassen sich auf eigener Hardware betreiben; die kleine FLUX.2-Variante läuft laut Anbieter auf Consumer-GPUs. Prompts und Bilder verlassen dann das Unternehmen nicht.
Müssen FLUX-Bilder gekennzeichnet werden?
Ja. Nach Art. 50 der KI-Verordnung müssen KI-generierte Bilder seit dem 2. August 2026 maschinenlesbar als solche gekennzeichnet sein. Beim Selbstbetrieb muss das einsetzende Unternehmen die Kennzeichnung selbst umsetzen.