KI-Schulung

KI-Schulung: damit Ihre Leute die Werkzeuge wirklich nutzen

KI-Schulung für Unternehmen vermittelt praxisnahe Nutzung an Ihren echten Aufgaben — plus die Pflichtinhalte aus Artikel 4 EU AI Act. Inhouse und förderfähig, damit vorhandene Lizenzen nicht nur von wenigen und für den geringsten Nutzen eingesetzt werden.

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Teilnehmer einer KI-Schulung arbeiten an eigenen Aufgaben

Warum Lizenzen allein nichts bewirken

Wer ein Sprachmodell zum ersten Mal öffnet, sieht ein leeres Textfeld. Ohne Anleitung entstehen daraus zwei Verhaltensmuster: Entweder wird die KI wie eine Suchmaschine benutzt, oder sie wird nach zwei enttäuschenden Versuchen nicht mehr geöffnet.

Beides lässt sich in einem Tag beheben. Nicht durch Theorie über neuronale Netze, sondern durch Arbeit an den konkreten Aufgaben der Teilnehmer — an ihren E-Mails, ihren Angeboten, ihren Auswertungen. Wer am Ende des Tages drei eigene Anwendungsfälle mitnimmt, nutzt das Werkzeug weiter.

Was eine gute KI-Schulung vermittelt

Der Inhalt richtet sich nach Vorwissen und Abteilung, folgt aber immer demselben Gerüst. Es verbindet die praktische Nutzung mit den Pflichten, die seit 2025 aus der KI-Verordnung gelten — beides gehört zusammen, weil sichere Nutzung ohne Regelkenntnis nicht funktioniert.

  • Funktionsweise und Grenzen generativer KI — was ein Sprachmodell zuverlässig kann und warum es halluziniert.
  • Prompting an eigenen Aufgaben — aus den E-Mails, Texten und Auswertungen der Teilnehmer, nicht aus Beispielaufgaben.
  • Datenschutz und Vertraulichkeit — welche Daten nie in ein Modell gehören und wie sich das im Alltag umsetzen lässt.
  • Rechtssicherer Einsatz — Kennzeichnungspflicht nach Artikel 50, unternehmenseigene Regeln, erlaubte und verbotene Werkzeuge.
  • Eigene Anwendungsfälle — jeder Teilnehmer geht mit zwei bis drei Aufgaben aus dem eigenen Bereich, die ab morgen mit KI schneller laufen.
Felix Wilhelm erläutert an einem Whiteboard die Schritte eines KI-Projekts

Formate

Alle Formate finden inhouse bei Ihnen oder online statt. Die Inhalte richten sich nach Vorwissen und Abteilung — der Vertrieb bekommt andere Beispiele als die Buchhaltung.

FormatDauerFür wenErgebnis
Impulsvortrag60–90 Min.Gesamtes Team, FührungskreisGemeinsames Verständnis, Berührungsängste weg
Grundlagen-Workshop1 TagAnwender ohne VorwissenSichere Nutzung, erste eigene Anwendungsfälle
Aufbau-Workshop1 TagAnwender mit VorerfahrungPrompting, Automatisierung, eigene Assistenten
AI-Act-Pflichtschulung2–3 Std.Alle, die KI nutzenDokumentierter Kompetenznachweis nach Art. 4
Führungskräfte-FormatHalbtagGeschäftsführung, BereichsleitungEinordnung, Governance, Investitionsentscheidungen

So läuft ein Schulungstag ab

Wie ein Tagesworkshop konkret aussieht, ist die häufigste Frage im Erstgespräch. Die folgende Agenda zeigt den typischen Ablauf des Grundlagen-Workshops — die genauen Blöcke verschieben sich je nach Vorwissen und Abteilung, das Gerüst bleibt.

UhrzeitBlockInhalt
09:00Grundlagen & GrenzenWie ein Sprachmodell arbeitet, was es zuverlässig kann, warum es halluziniert
10:30Prompting an eigenen AufgabenArbeit an den mitgebrachten E-Mails, Angeboten und Auswertungen der Teilnehmer
13:00Datenschutz & RegelnWelche Daten nie in ein Modell gehören, Kennzeichnungspflicht, unternehmenseigene Regeln
14:30Eigene AnwendungsfälleJeder Teilnehmer erarbeitet zwei bis drei Aufgaben aus dem eigenen Bereich
16:00Nachweis & nächste SchritteDokumentation der Kompetenzmaßnahme, gesammelte Anwendungsfälle, offene Fragen

Module nach Abteilung

Eine Schulung wirkt am stärksten, wenn die Beispiele aus dem Alltag der Teilnehmer stammen. Deshalb schneiden wir die Übungsblöcke auf die Abteilung zu — dieselbe Methodik, aber anderes Material.

Vertrieb

Im Vertrieb geht der größte Teil der Zeit für Vor- und Nachbereitung drauf, nicht für das Verkaufen selbst. Die Übungen drehen sich um Gesprächsvorbereitung, Angebotstexte und Nachfass-Mails — Details unter KI im Vertrieb.

Buchhaltung

Belegerfassung ist der am längsten etablierte KI-Anwendungsfall im Mittelstand, und einer der wenigen, bei denen die Rechnung fast immer aufgeht. Der Schulungsblock zeigt, was Werkzeuge heute leisten und wo die Kontrollpflicht bleibt — siehe KI in der Buchhaltung.

Marketing

KI erzeugt im Marketing sehr schnell sehr viel Mittelmaß. Das Modul konzentriert sich darauf, welche Prozessschritte man abgibt und welche nicht — mehr dazu unter KI im Marketing.

Führung

Führungskräfte brauchen keine Prompting-Übungen, sondern Einordnung: Was ist realistisch, was kostet es, welche Governance-Fragen kommen auf das Unternehmen zu. Dafür gibt es das Halbtagsformat unter KI für Führungskräfte.

Produktion

In der Produktion liegt der schnellste Nutzen selten in Bilderkennung, sondern im Papierkram drumherum — Prüfprotokolle, Wartungsdokumentation, Schichtübergaben. Beispiele dazu unter KI in der Produktion.

Wer schult

Die Schulungen führt Felix Wilhelm durch. Die Beispiele stammen nicht aus Schulungsunterlagen, sondern aus eigenen Beratungs- und Umsetzungsprojekten im Mittelstand — von der Potenzialanalyse bis zum laufenden System. Das merkt man an den Antworten: Auf die Frage, warum ein Werkzeug in der Praxis scheitert, gibt es eine konkrete Antwort statt einer Folie.

Was eine Schulung kostet

Der Preis hängt an Format, Teilnehmerzahl und Vorbereitungsaufwand. Die folgenden Richtwerte gelten netto für eine Inhouse- oder Online-Durchführung. Der konkrete Preis für Ihren Fall steht im Angebot nach dem Erstgespräch.

Zur Einordnung in das übrige Budget für KI-Vorhaben — Potenzialanalyse, erster Anwendungsfall, Betrieb — siehe Was kostet KI.

FormatDauerPreis (Richtwert netto)
Impulsvortrag60–90 Min.800–1.500 €
Grundlagen-Workshop1 Tag2.500–4.500 €
Aufbau-Workshop1 Tag3.000–5.000 €
AI-Act-Pflichtschulung2–3 Std.900–1.800 €
Führungskräfte-FormatHalbtag1.500–3.000 €

Die Pflicht aus Artikel 4 der KI-Verordnung

Wen die Pflicht trifft

Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Artikel 4 der EU-KI-Verordnung, dass Personal, das mit KI-Systemen arbeitet, über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügt. Die Pflicht trifft nicht nur Entwickler, sondern jedes Unternehmen, das KI einsetzt — die meisten Mittelständler sind dabei Betreiber (deployer), nicht Anbieter.

Was als Nachweis zählt

Eine vorgeschriebene Stundenzahl oder ein Pflichtzertifikat gibt es nicht. Was zählt, ist eine nachweisbare Maßnahme. Jede unserer Schulungen erfüllt diese Anforderung und liefert die Dokumentation gleich mit. Details stehen unter KI-Schulungspflicht und EU AI Act Schulung.

Zertifikat, IHK und TÜV — was ein Nachweis wirklich wert ist

Was die Verordnung verlangt — und was nicht

Die KI-Verordnung schreibt kein bestimmtes Zertifikat vor. Rechtlich zählt der dokumentierte Nachweis, dass eine angemessene Kompetenzmaßnahme stattgefunden hat — nicht das Logo darauf. IHK- oder TÜV-Zertifikate sind freiwillige Marktsiegel: Sie schaffen externe Wiedererkennung, sind für die Erfüllung von Artikel 4 aber nicht erforderlich.

Was Teilnehmer von uns erhalten

Jeder Teilnehmer erhält von uns eine Teilnahmebescheinigung mit Inhaltsübersicht, Datum und Umfang. Zusammen mit der Teilnehmerliste ist das der Nachweis, den die Verordnung im Streitfall verlangt. Wo ein IHK- oder TÜV-Siegel gewünscht ist — etwa für die Außenwirkung gegenüber Kunden oder Auditoren — arbeiten wir mit entsprechend zertifizierenden Partnern zusammen.

Förderung über das Qualifizierungschancengesetz

Weiterbildung für Beschäftigte ist über das Qualifizierungschancengesetz förderfähig — je nach Betriebsgröße bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten, teilweise plus Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Antragsteller ist der Arbeitgeber, der Antrag läuft vor Beginn über den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit. Den ganzen Ablauf beschreibt KI-Schulung fördern lassen.

BetriebsgrößeZuschuss LehrgangskostenZuschuss Arbeitsentgelt
unter 10 Beschäftigtebis 100 %bis 75 %
10 bis 249bis 50 %bis 50 %
250 bis 2.499bis 25 %bis 25 %
ab 2.500bis 15 %bis 25 %

Ablauf einer Buchung

Von der Anfrage bis zur Durchführung liegen in der Regel zwei bis vier Wochen. Der Ablauf ist bewusst schlank gehalten.

  • Erstgespräch — Vorwissen, Abteilungen, vorhandene Lizenzen und Ziel klären. Kostenlos, etwa 30 Minuten.
  • Zuschnitt — wir wählen Format und Beispielmaterial passend zu Ihren Aufgaben und legen ab, ob das AI-Act-Pflichtmodul mitläuft.
  • Förderprüfung — falls eine förderfähige Gesamtmaßnahme in Frage kommt, bereiten wir die Antragsunterlagen vor.
  • Durchführung — inhouse oder online, mit Arbeit an echten Aufgaben statt Beispielübungen.
  • Dokumentation — Teilnahmebescheinigungen, Inhaltsübersicht und das Ergebnisdokument mit den gesammelten Anwendungsfällen.

Häufige Fragen

Ist eine KI-Schulung Pflicht?

Für Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, ja. Artikel 4 der EU-KI-Verordnung verlangt seit dem 2. Februar 2025 ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz bei allen Personen, die mit diesen Systemen arbeiten. Was das konkret heißt, steht unter KI-Schulungspflicht.

Wie viele Teilnehmer sind sinnvoll?

Bei Workshops mit praktischen Übungen liegt die Obergrenze bei etwa zwölf Personen, sonst kommt niemand ans Arbeiten. Impulsvorträge funktionieren auch vor 100 Leuten.

Brauchen die Teilnehmer eigene Lizenzen?

Für den Grundlagen-Workshop reicht die kostenlose Version der gängigen Werkzeuge. Für Aufbauformate mit Automatisierung sind Business-Lizenzen sinnvoll — auch weil nur dort die Eingaben nicht zum Training verwendet werden. Siehe dazu DSGVO-konforme KI.

Was kostet eine Inhouse-Schulung?

Ein Tagesworkshop bewegt sich je nach Vorbereitung und Teilnehmerzahl im mittleren vierstelligen Bereich (Richtwert 2.500–4.500 € netto). Mit Förderung über das Qualifizierungschancengesetz reduziert sich der Eigenanteil deutlich. Details unter KI-Schulung fördern lassen.

Bekommen die Teilnehmer ein Zertifikat?

Jeder Teilnehmer erhält eine Teilnahmebescheinigung mit Inhaltsübersicht, Datum und Umfang. Das ist der Nachweis, den Artikel 4 verlangt. Ein IHK- oder TÜV-Siegel ist rechtlich nicht erforderlich, lässt sich auf Wunsch aber über Partner ergänzen.

Erfüllt die Schulung die Pflicht aus Artikel 4?

Ja. Jede Schulung enthält auf Wunsch das AI-Act-Pflichtmodul und liefert die Dokumentation, mit der Sie die Kompetenzmaßnahme belegen können. Wer nur den Nachweis braucht, bucht die kompakte EU AI Act Schulung.

Online oder inhouse?

Inhouse ist in der Regel die bessere Wahl, weil die eigenen Systeme verfügbar sind und die Beispiele echt bleiben. Online funktioniert ebenfalls und ist bei verteilten Teams oder engem Budget sinnvoll.

Für welche Abteilungen lohnt sich das?

Am schnellsten zahlt sich KI dort aus, wo viel Text entsteht oder wiederkehrt: Vertrieb, Marketing, Kundenservice, Assistenz und Buchhaltung. Wir schneiden die Beispiele auf die jeweilige Abteilung zu, statt allen dieselben Übungen zu geben.

Wie sieht die Agenda eines Schulungstags aus?

Der Grundlagen-Workshop folgt einem typischen Ablauf: vormittags Grundlagen und Prompting an eigenen Aufgaben, nachmittags Datenschutz und Regeln, dann die Erarbeitung eigener Anwendungsfälle, zum Abschluss Nachweis und nächste Schritte. Die genauen Blöcke passen wir an Vorwissen und Abteilung an.

Gibt es Module für einzelne Abteilungen?

Ja. Die Übungsblöcke werden auf die Abteilung zugeschnitten — Vertrieb, Buchhaltung, Marketing, Führung und Produktion bekommen jeweils eigenes Beispielmaterial. Einen Überblick über die typischen Anwendungsfälle je Bereich gibt die Seite Einsatzbereiche.

Wie schnell lässt sich eine Schulung ansetzen?

Ohne Förderung genügen meist zwei bis vier Wochen Vorlauf. Wird eine Förderung beantragt, kommen vier bis acht Wochen Bearbeitungszeit bei der Agentur für Arbeit hinzu. Am schnellsten geht es über Kontakt.