Was das Format abdeckt
Ein Halbtag, konzipiert für Geschäftsführung und Bereichsleitung. Kein Werkzeugtraining, sondern Einordnung.
- Was Sprachmodelle können und wo sie systematisch scheitern — inklusive der Frage, warum Halluzinationen kein behebbarer Fehler sind.
- Welche Anwendungsfälle im eigenen Haus realistisch sind, welche nicht, und woran das liegt.
- Pflichten aus dem EU AI Act: Was auf Geschäftsführungsebene entschieden und dokumentiert werden muss.
- Governance: Regeln zur KI-Nutzung, Rollen, Umgang mit dem Betriebsrat.
- Investitionslogik: Woran sich erkennen lässt, ob ein Vorhaben Substanz hat.
Warum das vor der Mitarbeiterschulung kommt
Wenn die Führungsebene keine Position hat, entstehen im Unternehmen parallel Schatten-Nutzung und Verbotsreflexe. Beides ist teurer als eine klare Regelung.
In der Praxis ist der häufigste Auslöser für ein Führungsformat ein konkreter Vorfall — vertrauliche Daten in einem öffentlichen Modell, ein KI-generierter Text, der falsch war. Besser vorher.

Die drei Fragen, um die es geht
Führungskräfte müssen KI nicht bedienen können. Sie müssen entscheiden können. Dafür reichen drei Fragen, und das Format beantwortet genau diese.
| Frage | Was Sie danach beurteilen können |
|---|---|
| Wo entsteht Nutzen? | Welche Prozesse im eigenen Haus sich rechnen — und welche nicht |
| Was kostet es? | Lizenz, Einführung, Schulung und laufender Betrieb als Gesamtsumme |
| Wofür hafte ich? | Pflichten aus der KI-Verordnung, Datenschutz, Haftung nach außen |
Was Führungskräfte selbst beherrschen sollten
Ein Minimum an eigener Praxis ist nötig, sonst bleibt die Einschätzung theoretisch. Konkret sind das drei Fertigkeiten: eine Aufgabe so formulieren, dass ein brauchbares Ergebnis herauskommt; ein Ergebnis auf erfundene Angaben prüfen; und erkennen, wann eine Aufgabe grundsätzlich ungeeignet ist.
Der dritte Punkt ist der wichtigste und der am seltensten geschulte. Sprachmodelle scheitern systematisch bei Rechenaufgaben, bei sehr spezifischen Fakten wie Aktenzeichen oder Normnummern, bei Negationen und bei der Einschätzung, ob sie etwas wissen. Wer diese vier Fälle kennt, trifft andere Entscheidungen darüber, wo im Betrieb ungeprüft weitergeleitet werden darf.
Die typischen Fehlentscheidungen
Aus den Einführungsprojekten der letzten Monate wiederholen sich drei Muster.
- Ein Pilotprojekt ohne benannten Verantwortlichen. Es läuft vier Wochen und schläft dann ein, weil niemand zuständig ist.
- Lizenzen für die ganze Belegschaft, bevor ein einziger Anwendungsfall belegt ist. Bei 200 Mitarbeitern sind das schnell fünfstellige Jahreskosten für Werkzeuge, die nach acht Wochen kaum jemand öffnet.
- Eine Schulung ohne Anlass. Wer nichts zu tun hat mit dem Gelernten, hat es in drei Wochen vergessen.
Häufige Fragen
Wie lang ist das Format?
Ein Halbtag, drei bis vier Stunden. Länger hält kein Führungskreis am Stück durch, kürzer bleibt es an der Oberfläche.
Brauchen wir Vorwissen?
Nein. Das Format setzt bei null an, bleibt aber auf Entscheidungsebene statt bei Bedienungsfragen.
Deckt das die AI-Act-Pflicht ab?
Für die Teilnehmer ja, sofern die Pflichtinhalte enthalten sind — das ergänzen wir auf Wunsch. Für die übrige Belegschaft braucht es ein eigenes Format, siehe EU AI Act Schulung.
