Glossar

ChatGPT: Einordnung für Unternehmen

ChatGPT ist der bekannteste KI-Assistent. Tarife im Vergleich, Stärken im Arbeitsalltag und was Unternehmen beim Datenschutz beachten müssen.

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ChatGPT: Einordnung für Unternehmen

ChatGPT ist der KI-Assistent von OpenAI und das bekannteste Produkt seiner Art. Er beruht auf großen Sprachmodellen der GPT-Reihe, verarbeitet Text, Bilder und Dateien, kann im Web recherchieren und lässt sich über sogenannte Custom GPTs an eigene Aufgaben anpassen. Seit dem öffentlichen Start Ende 2022 gilt ChatGPT als der Einstiegspunkt vieler Unternehmen in die generative KI.

Tarife im Vergleich

TarifZielgruppeAuftragsverarbeitungTrainingsausschluss
FreeEinzelpersonenneinnein
PlusEinzelpersonenneinnein
BusinessTeams/Unternehmenjaja
Enterprisegrößere Organisationenjaja

Free und Plus sind Verbraucherangebote — für betriebliche Daten ungeeignet, weil ein Auftragsverarbeitungsvertrag und der vertragliche Ausschluss der Trainingsnutzung fehlen. Business und Enterprise sind die Unternehmensvarianten mit zentraler Nutzerverwaltung, Administration und den nötigen datenschutzrechtlichen Verträgen.

Stärken im Arbeitsalltag

ChatGPT ist sehr breit einsetzbar: Texte entwerfen und überarbeiten, Zusammenfassungen, Recherche, Übersetzung, Auswertung von Tabellen und Dokumenten, Programmierhilfe. Für Entwickler und Automatisierungen gibt es die ChatGPT API. Der große Vorsprung liegt im Ökosystem — die meisten Integrationen und das meiste deutschsprachige Anleitungsmaterial gibt es für ChatGPT.

Grenzen und Abgrenzung

Bei sehr langen Dokumenten und beim präzisen Befolgen komplexer, mehrstufiger Vorgaben sind Wettbewerber wie Claude teilweise stärker. Wie alle Sprachmodelle kann ChatGPT Fakten erfinden (Halluzination); Ergebnisse zu geschäftskritischen Themen gehören geprüft. Viele Unternehmen setzen mehrere Assistenten parallel ein und wählen je nach Aufgabe.

Für den Mittelstand

Als erster Schritt eignet sich ein Business-Tarif mit klaren internen Regeln, welche Daten eingegeben werden dürfen. Wichtiger als die Tarifwahl ist die Einführung: Schulung, Anwendungsfälle und eine Richtlinie zum Umgang mit sensiblen Inhalten. Wie sich ChatGPT strukturiert einführen lässt, zeigt die Seite ChatGPT im Unternehmen.

Häufige Fragen

Reicht der Plus-Tarif für Unternehmen?

Funktional oft ja, vertraglich nein. Plus ist ein Verbrauchervertrag ohne Auftragsverarbeitung — für betriebliche Daten die falsche Grundlage.

Werden Eingaben zum Training verwendet?

Bei Business und Enterprise vertraglich ausgeschlossen, bei Free und Plus nicht in gleicher Weise.

Ist ChatGPT DSGVO-konform nutzbar?

Mit einem Geschäftstarif ja: Business und Enterprise bieten einen Auftragsverarbeitungsvertrag und schließen die Trainingsnutzung vertraglich aus. Free und Plus sind Verbraucherangebote — für betriebliche oder personenbezogene Daten fehlt dort die datenschutzrechtliche Grundlage.

Wofür eignet sich ChatGPT im Arbeitsalltag?

Für ein breites Aufgabenspektrum: Texte entwerfen und überarbeiten, Zusammenfassungen, Recherche, Übersetzungen, Auswertung von Tabellen und Dokumenten sowie Programmierhilfe. Der große Vorteil liegt im Ökosystem — für ChatGPT gibt es die meisten Integrationen und das meiste deutschsprachige Anleitungsmaterial.

Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT und Claude?

ChatGPT hat das größere Ökosystem und die breiteste Verbreitung; Claude ist bei sehr langen Dokumenten und beim präzisen Befolgen komplexer Vorgaben teilweise stärker. Viele Unternehmen setzen beide parallel ein und wählen je nach Aufgabe.

Wie führt man ChatGPT im Unternehmen ein?

Sinnvoll ist ein Business-Tarif kombiniert mit klaren internen Regeln, welche Daten eingegeben werden dürfen. Wichtiger als die Tarifwahl ist die Einführung selbst: Schulung, definierte Anwendungsfälle und eine Richtlinie zum Umgang mit sensiblen Inhalten.