Grok ist der KI-Assistent des US-Unternehmens xAI, das Elon Musk 2023 gründete und das Anfang 2026 in den SpaceX-Konzern eingegliedert wurde. Grok basiert auf eigenen großen Sprachmodellen (LLM), ist direkt in die Plattform X (ehemals Twitter) integriert und zusätzlich als App, im Web und über eine API verfügbar. Sein technisches Alleinstellungsmerkmal ist der native Echtzeitzugriff auf den Datenstrom von X — das bietet kein anderes großes Frontier-Modell.
Funktionsweise und Versionen
Grok ist multimodal, verarbeitet also Text und Bilder, und bietet einen „Think”-Modus für schrittweises Schlussfolgern sowie eine Recherchefunktion (DeepSearch). Die Modellentwicklung verläuft schnell: Auf Grok 3 (Februar 2025) folgten Grok 4 (Juli 2025), Grok 4.1 (November 2025) und Grok 4.3 (April 2026), das laut Anbieter unter anderem Videoeingabe und Dokumentenerstellung ergänzte. Im August 2026 wurde Grok 4.6 vorgestellt.
| Version | Release | Merkmal (laut Anbieter) |
|---|---|---|
| Grok 3 | Februar 2025 | „Think”-Modus, DeepSearch |
| Grok 4 | Juli 2025 | Coding-Fähigkeiten, multimodal |
| Grok 4.1 | November 2025 | verbesserte Alltagstauglichkeit |
| Grok 4.3 / 4.6 | April / August 2026 | Videoeingabe, größeres Kontextfenster |
Verfügbarkeit und Preise
Eine Basisnutzung ist mit Limits kostenlos; mehr Kapazität gibt es über X-Premium-Abos oder ein SuperGrok-Abo (rund 30 US-Dollar/Monat). Entwickler erreichen die Modelle über die xAI-API (zuletzt 3 US-Dollar pro Million Eingabe-Token, 15 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token, Stand April 2025) sowie über Microsoft Azure.
Datenschutz: die kritische Flanke
Für Unternehmen ist die Datenschutzlage der entscheidende Punkt. xAI nutzte öffentliche Beiträge von X-Nutzern als Trainingsmaterial; die irische Datenschutzbehörde DPC ermittelt seit April 2025, ob die Verarbeitung personenbezogener Daten europäischer Nutzer rechtmäßig war. Auch die britische Aufsicht ICO untersucht X und xAI. Dazu kamen handfeste Pannen: Im August 2025 tauchten private Grok-Unterhaltungen im Google-Index auf, und im Juli 2026 lud das Coding-Werkzeug Grok Build Berichten zufolge weit mehr Quellcode samt API-Schlüsseln in die Cloud als nötig. Wer prüft, was DSGVO-konforme KI im Betrieb voraussetzt — Auftragsverarbeitungsvertrag, klarer Verarbeitungsort, Trainingsausschluss —, findet bei Grok derzeit die schwächste Grundlage unter den großen Anbietern.
Einordnung für den Mittelstand
Praktisch interessant ist Grok vor allem dort, wo der X-Echtzeitzugriff zählt: Markt- und Stimmungsbeobachtung, Trend-Monitoring, Social-Media-Recherche. Für klassische Büro- und Dokumentenarbeit bietet Grok gegenüber ChatGPT, Claude oder Gemini keinen Mehrwert, der die Governance-Nachteile aufwiegt. Hinzu kommt die Vorfallhistorie — von antisemitischen Ausfällen im Juli 2025 bis zur Kritik an sexualisierten Deepfakes über die Bildfunktion Ende 2025 —, die zeigt, dass die Leitplanken des Anbieters weniger streng gezogen sind als bei der Konkurrenz. Unternehmen, die KI-Assistenten einführen, sollten Grok deshalb als Spezialwerkzeug betrachten, nicht als Basis-Assistent; ein Überblick geeigneter Werkzeuge steht unter KI-Tools für Unternehmen. Wird Grok-Ausgabe öffentlich verwendet, etwa generierte Bilder im Marketing, greifen zudem die Kennzeichnungspflichten aus Artikel 50 des EU AI Act.
Häufige Fragen
Was ist Grok?
Grok ist der KI-Assistent des Unternehmens xAI von Elon Musk. Er basiert auf eigenen Sprachmodellen, ist direkt in die Plattform X (ehemals Twitter) integriert und als eigenständige App sowie über eine API verfügbar. Sein Alleinstellungsmerkmal ist der Echtzeitzugriff auf den Datenstrom von X.
Was ist die aktuelle Grok-Version?
Auf Grok 4 (Juli 2025) folgten Grok 4.1 (November 2025) und Grok 4.3 (April 2026); im August 2026 wurde Grok 4.6 vorgestellt. Anfang 2026 wurde xAI zudem in den SpaceX-Konzern eingegliedert.
Ist Grok DSGVO-konform nutzbar?
Die Ausgangslage ist schwierig: xAI trainierte mit öffentlichen X-Beiträgen, wogegen die irische Datenschutzbehörde seit April 2025 ermittelt; auch die britische ICO untersucht den Umgang mit personenbezogenen Daten. Für betriebliche oder personenbezogene Daten ist Grok derzeit kaum die naheliegende Wahl.
Was kostet Grok?
Eine Basisnutzung ist mit Limits kostenlos, mehr Leistung gibt es über X-Premium-Abos bzw. ein SuperGrok-Abo (rund 30 US-Dollar/Monat). Die API wurde zuletzt mit 3 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 15 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token bepreist (Stand April 2025).
Wofür ist Grok besser geeignet als andere Assistenten?
Für Aufgaben, die vom Echtzeitzugriff auf X profitieren — etwa Stimmungs- und Trendbeobachtung oder Social-Media-Monitoring. Bei klassischer Dokumenten- und Büroarbeit bietet Grok gegenüber ChatGPT, Claude oder Gemini keinen praktischen Vorteil, bei Governance und Datenschutz aber deutliche Nachteile.