Langdock ist eine Unternehmens-KI-Plattform der Langdock GmbH aus Berlin, die Mitarbeitenden einen zentralen Zugang zu über 40 Sprachmodellen von OpenAI, Anthropic, Google, Meta, Mistral und DeepSeek gibt. Statt sich an einen Modellanbieter zu binden, verwaltet das Unternehmen Chat, Agenten und automatisierte Abläufe über eine Oberfläche — mit EU-Hosting und deutschem Vertragspartner.
Funktionsumfang
Langdock besteht aus fünf Bausteinen: Chat als zentrale Oberfläche für alle Mitarbeitenden, Agents für wiederkehrende Aufgaben mit eigenem Wissen und Anweisungen, Workflows für mehrstufige Automatisierungen, Integrations zur Anbindung von SharePoint, Teams, Confluence und anderen internen Systemen sowie eine API für eigene Entwicklungen.
Der praktische Kern ist der Modell-Mix: Nutzer wechseln je nach Aufgabe zwischen GPT, Claude, Gemini oder Mistral, ohne separate Verträge mit jedem Anbieter zu schließen. Über hochgeladene Dokumente und angebundene Wissensquellen beantworten die Modelle Fragen zum eigenen Unternehmenskontext — technisch ein RAG-Ansatz. Seit Mitte 2026 gibt es zudem eigene Add-ins für Outlook und Excel, was die Plattform näher an den Microsoft-Alltag rückt.
Preise und Lizenzmodell
Die Preise sind öffentlich (Stand August 2026, zzgl. MwSt.):
| Baustein | Preis | Enthalten |
|---|---|---|
| Business (Standard-Seat) | 25 €/Nutzer/Monat | Chat, Agents, alle Modelle, SSO/SAML/SCIM |
| Business Max | 99 €/Nutzer/Monat | erweiterte Nutzung für Power-User |
| Enterprise | individuell | ab 1.000+ Nutzer, dedizierte Bereitstellung |
| Workflows-Add-on | inklusive bis 2.500 Läufe/Monat, Business 539 €/Monat pro Workspace | bis 40.000 Workflow-Läufe |
| Trial | kostenlos, 7 Tage | 5 € Modell-Guthaben, ohne Kreditkarte |
Zum Vergleich: Microsoft 365 Copilot liegt bei rund 30 €/Nutzer/Monat, ChatGPT-Team-Tarife ähnlich. Langdock ist damit preislich kein Sonderfall — der Unterschied liegt im Modell-Mix und der Vertragsstruktur. Eine Gegenüberstellung der gängigen Optionen findet sich im KI-Lizenzen-Vergleich.
Datenschutz und DSGVO
Hier liegt Langdocks stärkstes Verkaufsargument gegenüber US-Plattformen: Anwendung und die meisten Modelle laufen in EU-Rechenzentren (primär Microsoft Azure), Kundendaten werden nach Anbieterangaben nicht für Modelltraining verwendet, Verschlüsselung erfolgt mit AES-256 und TLS. Das Unternehmen ist ISO-27001- und SOC-2-Type-II-zertifiziert, Subprozessoren sind veröffentlicht, und der Vertragspartner sitzt in Deutschland — was Auftragsverarbeitungsvertrag und Betriebsratsgespräch spürbar vereinfacht.
Wichtig für die realistische Einordnung: Auch bei EU-Hosting stammen die leistungsstärksten Modelle weiterhin von US-Anbietern. Wer Daten hat, die grundsätzlich keine fremde Cloud berühren dürfen, landet eher bei On-Premise-KI. Für die meisten Mittelständler ist das EU-Hosting-Modell aber der pragmatische Mittelweg — mehr dazu unter DSGVO-konforme KI.
Abgrenzung zur Konkurrenz
Langdock konkurriert auf drei Feldern: mit Microsoft 365 Copilot (tief in Office integriert, aber an Microsoft-Modelle und -Vertragswerk gebunden — siehe Microsoft Copilot), mit ChatGPT Team/Enterprise (stärkste Einzelmarke, aber nur OpenAI-Modelle) und mit deutschen Wettbewerbern wie nele.ai, die ein ähnliches DSGVO-Versprechen geben. Langdocks Position dazwischen: mehr Modellauswahl als die US-Plattformen, mehr Funktionstiefe (Agents, Workflows, API) als die meisten deutschen Alternativen.
Das Unternehmen wächst schnell — nach eigenen Angaben nutzen mehrere tausend Unternehmen die Plattform, darunter Konzerne wie Merck, die Langdock unter eigenem Namen ausrollen.
Einordnung für den Mittelstand
Für Geschäftsführer stellt sich selten die Frage “Langdock oder nichts”, sondern “zentrale Plattform oder Wildwuchs”. Sobald Mitarbeitende privat ChatGPT nutzen, sind Unternehmensdaten faktisch unkontrolliert unterwegs. Eine Plattform wie Langdock löst das organisatorisch: ein Vertrag, ein Admin-Panel, Nutzungsrichtlinien durchsetzbar. Die 25 € pro Nutzer sind dabei der kleinere Posten — der größere ist die Einführung: Ohne KI-Schulung und definierte Anwendungsfälle bleibt jede Plattform ein teures Chatfenster. Eine Übersicht der Alternativen liefert unser Vergleich der KI-Tools für Unternehmen.
Häufige Fragen
Was ist Langdock?
Langdock ist eine KI-Plattform der Langdock GmbH aus Berlin, über die Unternehmen ihren Mitarbeitenden einen zentralen, verwalteten Zugang zu Sprachmodellen von OpenAI, Anthropic, Google, Meta, Mistral und weiteren Anbietern geben — inklusive Agenten, Workflows und Anbindung an interne Systeme.
Was kostet Langdock?
Der Business-Tarif kostet 25 € pro Nutzer und Monat (Standard-Seat) bzw. 99 € für den Business-Max-Seat, jeweils zzgl. MwSt. Enterprise-Preise sind individuell. Es gibt eine 7-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkarte, inklusive 5 € Modell-Guthaben. Workflows sind als Add-on erhältlich (Starter-Kontingent inklusive, größere Pakete ab 539 €/Monat pro Workspace).
Ist Langdock DSGVO-konform?
Langdock ist auf DSGVO-Konformität ausgelegt: Anwendung und die meisten Modelle werden in der EU gehostet (primär Azure-Rechenzentren in der EU), Kundendaten werden nach Anbieterangaben nicht für das Training von Modellen verwendet, und das Unternehmen ist ISO-27001- und SOC-2-Type-II-zertifiziert. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist Standard.
Langdock oder ChatGPT — was ist besser für Unternehmen?
ChatGPT bindet an OpenAI-Modelle und US-Vertragsstrukturen. Langdock ist modell-agnostisch: Teams wechseln je nach Aufgabe zwischen GPT, Claude, Gemini, Mistral und anderen — mit EU-Hosting und deutschem Vertragspartner. Wer nur einen ChatGPT-Ersatz sucht, fährt mit beiden; wer Modellvielfalt plus Datenschutz-Argumentation braucht, meist besser mit Langdock.
Für wen eignet sich Langdock?
Für Unternehmen ab etwa 20 Mitarbeitenden, die KI-Zugang zentral ausrollen wollen, statt private ChatGPT-Accounts zu dulden — besonders wenn Betriebsrat, Datenschutzbeauftragter oder Kunden EU-Datenverarbeitung fordern. Für Einzelnutzer oder reine Entwickler-Teams ist die Plattform überdimensioniert.