DALL·E war der KI-Bildgenerator von OpenAI, der aus Textbeschreibungen Bilder erzeugte und mit DALL·E 3 ab 2023 fest in ChatGPT integriert war. Am 12. Mai 2026 hat OpenAI DALL·E 2 und DALL·E 3 abgeschaltet – der Name lebt nur noch als Suchbegriff weiter, die Technik wurde durch die GPT-Image-Modelle ersetzt.
Das ist die wichtigste Information vorweg: Wer heute “DALL·E” evaluiert, evaluiert ein eingestelltes Produkt. Die Bildgenerierung von OpenAI existiert weiter und ist besser geworden – sie heißt nur anders.
Von DALL·E zu GPT Image: die Ablösung
DALL·E machte 2021 KI-Bildgenerierung erstmals einem breiten Publikum bekannt. DALL·E 2 (2022) brachte fotorealistische Ergebnisse, DALL·E 3 (2023) deutlich bessere Prompt-Treue und die Integration in ChatGPT. Ab 2025 ersetzte OpenAI die Technik schrittweise: Zuerst übernahm GPT Image 1 die Bildgenerierung in ChatGPT, im Dezember 2025 folgte GPT Image 1.5 als Standard. Die Abkündigung von DALL·E wurde im November 2025 offiziell angekündigt, am 12. Mai 2026 gingen DALL·E 2 und 3 endgültig vom Netz.
| Modell | Erschienen | Status (August 2026) |
|---|---|---|
| DALL·E 2 | 2022 | Abgeschaltet (12. Mai 2026) |
| DALL·E 3 | 2023 | Abgeschaltet (12. Mai 2026) |
| GPT Image 1 | 2025 | Auslaufend, Migration empfohlen |
| GPT Image 1.5 / 1 mini | Ende 2025 | Aktiv, offizieller DALL·E-Nachfolger |
| GPT Image 2 | April 2026 | Aktuelles Flaggschiff in ChatGPT und API |
Der technische Unterschied ist relevant: DALL·E war ein separates Diffusionsmodell, das ChatGPT nur ansteuerte. Die GPT-Image-Modelle generieren Bilder nativ im Sprachmodell selbst. Das Ergebnis: deutlich bessere Umsetzung komplexer Anweisungen, lesbarer Text im Bild und iteratives Bearbeiten im Chatverlauf (“mach den Hintergrund heller”) statt kompletter Neugenerierung.
Preise und Zugang
DALL·E ist nicht mehr buchbar. Die Nachfolgemodelle erreichen Unternehmen auf zwei Wegen: Erstens über ChatGPT, wo Bildgenerierung im Abo enthalten ist – im Free-Tarif limitiert, in Plus, Team und Enterprise mit höheren Kontingenten. Zweitens über die OpenAI-API, wo tokenbasiert pro Bild abgerechnet wird; die Kosten hängen von Auflösung und Qualitätsstufe ab und liegen typischerweise im Cent-Bereich pro Bild. Für die meisten Mittelständler ist der ChatGPT-Weg der praktikable: kein Entwicklungsaufwand, Bilder entstehen direkt im Arbeitskontext. Welche Lizenz sich für welches Team rechnet, haben wir im KI-Lizenzen-Vergleich aufgeschlüsselt.
Datenschutz und DSGVO
Für die GPT-Image-Modelle gilt dieselbe Lage wie für alle OpenAI-Dienste: Verarbeitung auf US-Servern, Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA) verfügbar, in Team-, Enterprise- und API-Nutzung fließen Eingaben standardmäßig nicht ins Training. Für Marketingbilder ohne Personenbezug ist das Risiko überschaubar. Kritisch wird es, wenn Mitarbeiter Fotos realer Personen oder vertrauliche Produktdesigns hochladen – das gehört in eine Nutzungsrichtlinie. Zur Frage der kommerziellen Nutzung: OpenAI räumt Nutzern die Rechte an generierten Bildern ein, urheberrechtlichen Schutz genießen rein KI-generierte Bilder in der EU aber nicht. Wie Sie KI-Tools sauber im Unternehmen verankern, zeigt unser Leitfaden zu DSGVO-konformer KI.
Abgrenzung: die Alternativen
Der Markt für Bildgenerierung ist 2026 breit aufgestellt. Midjourney bleibt die Referenz für ästhetisch anspruchsvolle Ergebnisse, etwa für Kampagnenmotive. Flux von Black Forest Labs aus Freiburg ist die stärkste europäische Option und lässt sich selbst hosten – interessant, wenn Datenhoheit Priorität hat. Adobe Firefly punktet mit kommerziell abgesicherten Trainingsdaten und der Integration in Photoshop. GPT Image ist keiner dieser Spezialisten überlegen, gewinnt aber durch den Kontext: Es steckt in dem Tool, das viele Teams ohnehin nutzen.
Einordnung für den Mittelstand
Für Geschäftsführer ist die DALL·E-Geschichte vor allem eine Lektion über Produktzyklen: Ein Tool, das 2023 als Standard galt, war drei Jahre später abgeschaltet. Wer KI-Tools einführt, sollte Prozesse nicht an Produktnamen ketten, sondern an Fähigkeiten – und Verträge wie API-Integrationen so bauen, dass ein Modellwechsel kein Projekt wird. Praktisch heißt das: Wer heute Bildgenerierung für Marketing, Vertriebsunterlagen oder interne Kommunikation einführen will, startet mit den GPT-Image-Modellen in ChatGPT oder einem der Spezialisten – wie sich das in eine Marketing-Strategie mit KI einfügt, hängt vom Anwendungsfall ab, nicht vom Logo des Anbieters.
Häufige Fragen
Was ist DALL·E?
DALL·E ist eine Familie von KI-Bildgeneratoren von OpenAI, die aus Textbeschreibungen Bilder erzeugt. DALL·E 3 war ab 2023 fest in ChatGPT integriert. Am 12. Mai 2026 hat OpenAI DALL·E 2 und 3 abgeschaltet – die Bildgenerierung läuft seitdem über die Nachfolgemodelle der GPT-Image-Reihe.
Gibt es DALL·E noch?
Nein. OpenAI hat die Abkündigung im November 2025 angekündigt und DALL·E 2 und 3 am 12. Mai 2026 endgültig abgeschaltet – sowohl in der API als auch in ChatGPT. Wer heute in ChatGPT Bilder erzeugt, nutzt automatisch die GPT-Image-Modelle. Der Markenname DALL·E wird nicht weitergeführt.
Was kostet DALL·E bzw. sein Nachfolger?
DALL·E selbst ist nicht mehr buchbar. Die Nachfolger der GPT-Image-Reihe sind in ChatGPT enthalten (im Free-Tarif limitiert, in Plus, Team und Enterprise großzügiger) und per API nutzbar – dort wird tokenbasiert pro Bild abgerechnet, die Kosten hängen von Auflösung und Qualitätsstufe ab.
Ist DALL·E bzw. GPT Image DSGVO-konform?
Wie bei allen OpenAI-Diensten gilt: Die Verarbeitung läuft über US-Server. Für den geschäftlichen Einsatz braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA), den OpenAI anbietet. In Business-, Team- und Enterprise-Tarifen sowie über die API werden Eingaben standardmäßig nicht zum Training verwendet. Personenbezogene Daten gehören trotzdem nicht in Prompts.
DALL·E oder Midjourney – was ist besser für Unternehmen?
Die Frage stellt sich so nicht mehr: DALL·E ist abgeschaltet. Der relevante Vergleich lautet GPT Image gegen Midjourney. GPT Image punktet mit Prompt-Treue, Texten im Bild und der Integration in ChatGPT-Workflows; Midjourney liefert oft die ästhetisch stärkeren Ergebnisse, verlangt aber ein eigenes Abo und eigene Einarbeitung.