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Custom GPTs: eigene Assistenten ohne Programmierung

Custom GPTs sind angepasste ChatGPT-Varianten mit eigenen Anweisungen und Wissensquellen. Wie man sie baut, teilt und wann ein RAG-System besser passt.

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Custom GPTs: eigene Assistenten ohne Programmierung

Custom GPTs sind angepasste Varianten von ChatGPT, die mit eigenen Anweisungen, hochgeladenen Dokumenten und optional externen Anbindungen (Actions) ausgestattet werden — ohne Programmierung. Sie werden direkt in ChatGPT erstellt und lassen sich intern teilen oder über den GPT Store veröffentlichen.

Aufbau

Ein Custom GPT setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: einer festen Anweisung (wie sich der Assistent verhalten soll), hinterlegtem Wissen in Form hochgeladener Dateien und optionalen Actions, über die er externe Dienste ansprechen kann. Die Konfiguration erfolgt in einem geführten Dialog; wer eine Aufgabe klar beschreiben kann, kommt ohne technische Kenntnisse aus.

Voraussetzungen

Das Erstellen und Nutzen eigener Custom GPTs setzt einen kostenpflichtigen ChatGPT-Zugang voraus (Plus, Team oder Enterprise). In den Geschäftstarifen (Team, Enterprise) werden Eingaben vertraglich vom Training ausgeschlossen — bei Endkundenzugängen ist das gesondert zu prüfen.

Wofür sie sich eignen

Custom GPTs passen für wiederkehrende Aufgaben mit festem Rahmen: ein Assistent, der Angebote nach Hausstandard formuliert; einer, der Fragen zu internen Abläufen beantwortet; einer für die Textprüfung nach eigenen Richtlinien. Beispiele und weitere Muster finden sich unter KI-Agenten-Beispiele.

Abgrenzung zu Copilot Studio und RAG

MerkmalCustom GPTCopilot StudioEigenes RAG
Aufwandgeringmittelhoch
Wissensmengebegrenztmittelsehr groß
VerarbeitungsortAnbieterAnbieterfrei wählbar

Gegenüber Copilot Studio ist ein Custom GPT schneller aufgesetzt, aber weniger tief in Unternehmenssysteme integriert. Gegenüber einem eigenen RAG-System (Retrieval-Augmented Generation, also KI mit Zugriff auf eine durchsuchbare Wissensdatenbank) ist es einfacher, aber in Umfang und Kontrolle begrenzt.

Grenzen

Die Zahl und Größe der hinterlegten Dokumente ist beschränkt, und ein Custom GPT läuft vollständig in der Umgebung des Anbieters. Für größere Wissensbestände und für Anwendungen mit strengen Datenschutzauflagen ist ein eigenes RAG-System die tragfähigere Lösung. Zudem gilt wie bei jedem Sprachmodell: Custom GPTs können halluzinieren, Ausgaben mit Tragweite gehören geprüft.

Häufige Fragen

Wofür eignen sich Custom GPTs?

Für wiederkehrende Aufgaben mit festem Rahmen — etwa ein Assistent, der Angebote nach Hausstandard formuliert.

Wo liegen die Grenzen?

Die hinterlegten Dokumente sind begrenzt, und die Verarbeitung läuft beim Anbieter. Für größere Wissensbestände ist ein eigenes RAG-System tragfähiger.

Brauche ich Programmierkenntnisse für einen Custom GPT?

Nein. Die Konfiguration erfolgt in einem geführten Dialog aus Anweisung, hochgeladenen Dateien und optionalen Actions. Wer eine Aufgabe klar beschreiben kann, kommt ohne technische Kenntnisse aus.

Was kostet ein Custom GPT?

Das Erstellen und Nutzen eigener Custom GPTs setzt einen kostenpflichtigen ChatGPT-Zugang voraus — Plus, Team oder Enterprise. Darüber hinaus fallen keine gesonderten Kosten an.

Sind Custom GPTs datenschutzkonform?

Die Verarbeitung läuft vollständig beim Anbieter. In den Geschäftstarifen (Team, Enterprise) werden Eingaben vertraglich vom Training ausgeschlossen; bei Endkundenzugängen ist das gesondert zu prüfen. Für strenge Datenschutzauflagen ist ein eigenes RAG-System die tragfähigere Lösung.

Was ist der Unterschied zwischen Custom GPT und Copilot Studio?

Ein Custom GPT ist schneller aufgesetzt und mit geringerem Aufwand verbunden, dafür weniger tief in Unternehmenssysteme integriert. Copilot Studio bietet mehr Integrationstiefe bei mittlerem Aufwand.